Julias Spitzenkiste
 

Filet

Die Filetspitze ist die neueste Hinzufügung zu meinem Technikschatz. Ursprünglich fing alles mit Fischernetzen an, und die Herstellung von Einkaufsnetzen und Hängematten war insbesondere in den 70er und 80er Jahren sehr modisch.

Beim Filet wird mit Hilfe einer Filetnadel (für gröbere Garne kann man auch Weberschiffchen verwenden) und eines Filetstabes, welcher dazu dient die Maschen gleich groß zu gestalten, ein Netz geknüpft.

Für die klassischere Variante der Filet-Spitze wird zunächst ein Netzgrund aus quadratischen Maschen geknüpft, danach werden Muster eingestopft.Die Filethäkelei imitiert die Optik dieser Spitze, wirkt aber immer grobschlächtiger als echtes Filet.

Heute beliebter ist das sogenannte Rundfilet, bei dem die Musterung der Spitze über unterschiedliche Längen und Dichten von Netzmaschen entsteht und direkt in den Grund eingeknüpft wird. Man sollte sich vom Namen "Rundfilet" nicht zu sehr beeindrucken lassen, man kann in dieser Technik auch quadratische oder rechteckige Deckchen herstellen, auch Überzüge für Weihnachtskugeln sind kein Problem.

Detailaufnahme eines Filetnetzes, hier wird später das Muster eingestopft.
Rundfilet
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